Arbeitsweise

Mein Bild der Arbeit mit Menschen

Arbeitsüberlastung? Burnout? Depression? Symptome als Folge eines belastenden Ereignisses oder Traumas?

Meine Arbeitsweise speist sich aus Methoden der Systemischen Supervision, der Traumatherapie und Systemischen Therapie. Ich arbeite unvoreingenommen, vorurteilsfrei, allparteilich und neutral. Der systemische Ansatz beruht auf einer ressourcen- und lösungsorientierten Sichtweise und stellt nicht die Ursache oder Diagnose in den Fokus. Ich sehe somit nicht nur den Menschen mit seinem derzeitigen Anliegen, sondern immer auch den Kontext in dem er sich bewegt und in dem er mit anderen verwoben ist.

Dies ist die Quelle meiner Arbeit. Sie gibt keine Lösungen vor, sondern soll anregend & erhellend wirken.

  • Burnout

    Ca. 4 Mio. Menschen in Deutschland leiden unter Stress bedingten Symptomen. Eine überaus wichtige Funktion und einen Sinn haben Stresssymptome, die einst zum Überleben unserer Art notwendig waren und es noch sind. Unter den veränderten Lebensbedingungen wird jedoch der Überschuss an lebenswichtigen Hormonen wie Cortisol und Adrenalin nicht in ausreichendem Maße über Aktivitäten wie Sport und Bewegung abgebaut. Die Geschwindigkeit des Lebens wird vervielfacht wahrgenommen. Bleibt der Stress bestehen, ohne aktiv zu sein und nachzufüllen/nachzutanken, brennt man aus! Die guten und gut platzierten körpereigenen Stoffe schaden nun dem Körper.

    Warnhinweise wurden missachtet, der Körper zieht die Notbremse! Das Erlernen von Achtsamkeit, Verarbeitungs- und Entspannungstechniken soll anregen, das Maß und das Tempo des Lebens neu gestalten und regulieren zu können. Vielleicht sind die Symptome eine Antwort auf einen anderen Weg?

  • Depressionen

    In Deutschland sind ca. 24 % der Frauen und ca. 15 % der Männer während ihres Lebens von Depressionen betroffen. Depressionen nehmen weltweit zu. Veränderte Situationen, wie eine schwere Krankheit oder der plötzliche Tod eines Angehörigen oder des Partners können zum Ausbruch einer Depression führen. Die Scheidungsrate in Europa bspw. beträgt ca. 40 %. Das familiäre Netz oder Freunde und Bekannte, die vielleicht selbst überfordert und belastet sind, können dies nicht auffangen und Betroffene entsprechend stützen und begleiten.

    Alt bewährte Bewältigungsmechanismen funktionieren nicht mehr. Einsamkeit und Angst vor der Zukunft führen zu dem nicht selten zu suizidalen Gedanken oder in einen ausweglos scheinenden Teufels-Kreislauf. Diesen heißt es in eine Gegenrichtung zu orientieren!

  • Krisen

    Eine Krise ist „nur“ eine Krise und keine psychische Krankheit! Krisen sind alltäglich und es gibt sie überall. Der/die Eine kann diesmal für sich selbst wirksam werden. Der/die Andere kann dies jetzt gerade nicht. Das liegt an der Situation, dem Umfeld und den zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen, die vielleicht in diesem Fall gar nicht passen. Eine Krise kann also aus einer zuvor noch nicht da gewesenen Situation entstehen, die auf das Leben sehr beeinträchtigend und einschränkend wirkt. Es ist etwas außer Kontrolle geraten, was vorher noch intakt war. Das macht unsicher und Angst. Es kann sich daraus ebenso eine Angst vor der Angst entwickeln.

    Diese Unsicherheit wird dann übertragen auf andere Lebensbereiche, die zur Einschränkung der gesamten Lebensqualität führen. Ein Ziel besteht u. a. in der  (Wieder-)Entdeckung von eigenen Ressourcen, die zur Stabilisierung und Erlangung eigener Wirkung(s)Kraft und Krisenbewältitungsmechanismen von Nutzen sind. Jede Krise ist somit am Ende eine Neukonstellation und Chance zugleich!

  • ADS/AD(H)S oder Trauma

    Unter dauerhaftem Stress und Anspannung können AD(H)S-Symptome die bisher gut bewältigt wurden, durchaus akut auftreten.
    Was ist AD(H)S?: Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyper-/oder Hypoaktivitäts Syndrom ist ein Zusammentreffen biopsychosozialer Variablen die einander bedingen und überwiegend im Kindesalter zum Ausbruch führen können. Die Symptome sind sehr fassettenreich und komplex und nicht immer eindeutig erkenn- und bestimmbar. Es kann ebenso sein, dass sich hinter den vielschichtigen Symptomen ein Trauma verbirgt und daraus eine hohe Sensibilität und Erregbarkeit, Angststörungen, Depressionen, Phobien etc. erklärbar sind.  Nach einer umfassenden Diagnostik wird ein entsprechendes Beratungsformat vorgeschlagen. Nicht selten ist eine Traumatherapie induziert.

    In der Beratung/Therapie sollten die Kreativität, die Unterschiedlichkeit und das Potential, was in jedem Menschen steckt und vielleicht noch nicht heraus „durfte“, erkannt, entschleunigt, versachlicht und strukturiert werden. Die Traumatherapie erfolgt nach einem Manual des ZPTN mittels der Bildschirmtechnik. Oben genannte Symptome mildern sich oder bleiben nach erfolgreicher Beendigung einer Traumatherapie ganz aus.